Veranstaltungen

Konferenz „Heydar Aliyev – Jugend – Multikulturalismus“ Augsburg 10.-11. Mai 2017

Augsburg 2017Mit Unterstützung der Universität Augsburg fand Mitte Mai eine Konferenz statt, in deren Mittelpunkt die Jugend stand. Die jungen Akteure, überwiegend Studenten aus vielen europäischen Ländern, tauschten ihre Erfahrungen und aktuelle Forschungsergebnisse zu verschiedenen Modellen des Multikulturalismus aus. Im Rahmen der Veranstaltung präsentierten Studentinnen der Uni Augsburg u.a. neueste Erkenntnisse zur interkulturellen Literatur im Allgemeinen und zu Lev Nussimbaum im Besonderen. Erfreulicherweise konnten im Verlauf der Konferenz die Kontakte der Dresdner Filiale des Bakuer Zentrums zu Prof. Wolf (Uni Augsburg) und Prof. Nesterov (Uni Jekatarinburg – Russland) vertieft und Ansätze einer weiteren Zusammenarbeit diskutiert werden. Zu besonderen Höhepunkten der Veranstaltung zählten Besichtigungen der Synagoge in Augsburg und eine Gesprächsrunde in einer muslimischen Gemeinde.

Rundtischgespräch „Interreligiöse Harmonie im Islam und Protestantismus“

RundtischgesprächFür den „Runden Tisch“ am 24. Februar 2017, der wiederum in den Räumlichkeiten der SLUB Dresden stattfand, erhielten wir Unterstützung aus Baku. Zu unserer großen Freude konnten wir von der Lutherischen Gemeinde in Baku Frau Vera Nesterova und vom Staatlichen Komitee zur Unterstützung religiöser Organisationen Herrn Nadis Mamedli begrüßen. Beide berichteten im Rahmen der Thematik „Interreligiöse Harmonie im Islam und Protestantismus“ ausgehend von ihren ganz persönlichen Ansichten und Erfahrungen über die Traditionen des aserbaidschanischen Multikulturalismus. Dieser Abend war darüber hinaus dem Andenken der Opfer des Massakers von Chodschali vor 25 Jahren gewidmet. Unsere Gäste informierten sich anhand von Filmmaterial und Büchern über den Berg Karabach Konflikt, an dessen Narben das aserbaidschanische Volk bis heute leidet und der von der internationalen Gesellschaft weitgehend vergessen ist.

Mehr unter: www.welt.de/kultur/history/article13886169/Das-Massaker-das-eine-Erbfeindschaft-zementierte.html

Rückblick auf das Jahr des Multikulturalismus 2016

1 Jahr BIZM in DresdenMitte November 2016 führten wir in der SLUB Dresden eine feierliche Würdigung der ein Jahr zurückliegenden Gründung des Bakuer Internationalen Zentrums für Multikulturalismus durch. Die Mitarbeiter des Bakuer Zentrums haben im Jahr 2016, das in Aserbaidschan auf Erlass des Präsidenten zum Jahr des Multikulturalismus erklärt wurde eine enorme Arbeit geleistet, die sich u.a. in der Organisation und Durchführung einer Vielzahl von Veranstaltungen sowie der Verfassung und Herausgabe von Publikationen ausdrückt. An diesen Abend in Dresden waren u.a. Vertreter der Botschaft der Republik Aserbaidschan in Deutschland, des Kongresses der in Europa lebenden Aserbaidschaner und Vertreter des Rathauses Dresden unsere Gäste. Fast ein Jahr nach der Veranstaltung zu Dede Korkut würdigte der Generaldirektor des SLUB, Herr Prof. Dr. Bürger den aserbaidschanischen Weg eines toleranten Miteinanders verschiedener Kulturen und Religionen.

V. Humanitäres Forum Baku 29.-30. September 2016

Humanitäres ForumSeit 2011 finden in Baku die Humanitären Foren statt, an denen renommierte internationale Politiker, Künstler, Wissenschaftler und Vertreter der Medien teilnehmen und in Foren, Arbeitsgruppen und runden Tischen die globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts erörtern. Während des V. Humanitären Forums im September 2016 wurde u.a. in einem Forum zum Thema „Verschiedene Modelle des Multikulturalismus: von der Theorie zur humanistischen Praxis“ diskutiert. An der Arbeit dieses Forums nahm auch die Leiterin des Dresdner Zentrums für Multikulturalismus teil und berichtete über die Arbeit in Dresden. Weitere interessante Themenkreise waren u.a. der Rolle des Journalismus im interkulturellen Dialog und dem Schutz des Humankapitals als Grundlage einer nachhaltigen Entwicklung angesichts der Massenwanderung von Menschen gewidmet.

Mehr unter: www.bakuforum.az

„Wunder Aserbaidschans“ September 2016

Wunder AserbaidschansIm September 2016 haben wir unser Veranstaltungsangebot mit einem Abend fortgesetzt, den wir den Titel „Wunder Aserbaidschans“ gaben. Es gibt vieles, was diese Bezeichnung verdient: ob es der sogenannte „Jahrhundertvertrag“ ist, der 1994 in Baku zwischen 13 Unternehmen aus 8 Ländern abgeschlossen wurde und die strategischen Weichen für die Erkundung, Erschließung und Ausbeutung von Erdöl gestellt hat, ob es die Solidarität eines Volkes ist, dass vor allem in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mehrere hunderttausenden Flüchtlinge aufnahm oder ob es die prosperierende Hauptstadt Baku ist, die mehrfach Austragungsort internationaler kultureller und sportlicher Großveranstaltungen war. Wir konnten somit unsere Gäste an diesem Abend vertraut machen mit den Errungenschaften eines Volkes, das stolz ist auf die Bewahrung kultureller Traditionen und Werte eines toleranten Miteinanders, das stolz ist auf die Rückgewinnung seiner Souveränität und Unabhängigkeit, das stolz ist auf eine stabile Politik.

Buchvorstellung Juni 2016

BuchvorstellungAm 22. Juni 2016 luden wir die Dresdner Öffentlichkeit ein, um das Buch „Literarische und künstlerische Quellen des aserbaidschanischen Multikulturalismus“ vorzustellen, das durch das Bakuer Zentrum herausgegeben wurde. Beispielhaft wird anhand von Gedichten und Poemen über Jahrhunderte hinweg verfolgt, wie Toleranz und Anerkennung die aserbaidschanische Literaturszene bestimmen. Bereits im 12. Jahrhundert waren die Epen von Nisami Ganjavi, geboren im aserbaidschanischen Gandscha, geprägt von seinem Credo: „Das Licht der einen Sonne reicht für Alle in der Welt“. In dem nach ihm benannten Literaturmuseum in Baku widerspiegelt sich der Stellenwert, den in Aserbaidschan literarische Traditionen genießen. Bemerkenswert ist, und das wurde mit der Veranstaltung deutlich, das in der Betrachtung der aserbaidschanischen Literatur immer wieder das Verbindende, das Menschliche, das Liebende - und das unabhängig von Rasse, ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit gesucht und dargestellt wird.
Mit dieser Veröffentlichung wird eine Reihe von Büchern eröffnet, die sich allsamt mit den Quellen des aserbaidschanischen Multikulturalismus beschäftigen werden: mit den wissenschaftlich –philosophischen, publizistischen, den politischen und rechtlichen. Die Veranstaltung fand große Resonanz – auch wenn man natürlich berücksichtigen muss, dass das Buch zu dem Zeitpunkt nur in aserbaidschanischer und russischer Sprache vorlag. Wichtig war uns auch, den Bogen zu jüngeren literarischen Werken zu spannen und so wurde mit großem Interesse die Präsentation des Buches Kurban Said „Ali und Nino“ aufgenommen. Dieses sehr lesenswerte Buch berichtet über die Liebe zwischen einem Muslem und einer Christin am Vorabend des 1. Weltkrieges und wurde 2016 verfilmt.

Mehr unter: http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/Der-wiederentdeckte-eurasische-Roman-Ali-und-Nino/308

7. Globales Forum der UNAOC (UN Allianz der Zivilgesellschaften) April 2016 in Baku

7. Globales Forum BakuIm Jahr 2005 wurde auf Initiative des damaligen spanischen Ministerpräsidenten Zapatero die United Nations Alliance of Civilisations (UNAOC) als UN-Initiative gegründet. Seit dieser Zeit dienen die in Abständen durchgeführten Globalen Foren (2008 in Madrid, 2009 in Istanbul, 2010 in Rio de Janeiro, 2011 in Doha, 2013 in Wien, 2014 in Bali und 2016 in Baku) vor allem dazu, den Austausch zwischen den Vertretern verschiedener Ethnien, Kulturen und Religionen der Welt zu fördern und damit zum Abbau von Hass, Ängsten und Missverständnissen zwischen ihnen beizutragen. Die Leiter der ausländischen Filialen des Bakuer Internationalen Zentrums für Multikulturalismus, darunter die Leiterin der Dresdner Filiale, waren zum 7. Globalen Forum nach Baku eingeladen und eingebunden in die Tätigkeit des Arbeitskreises „Die Rolle Aserbaidschans bei der Schaffung einer multikulturellen Gesellschaft“. In ihren Beiträgen gingen sie auf die Bedeutung des Aserbaidschanischen Modells in der gegenwärtigen Situation, v.a. in den europäischen Ländern, ein und berichteten über die Möglichkeiten, dieses Modell in ihren Ländern, dabei vor allem der Jugend, bekannter zu machen. 

Mehr unter: baku.unaoc.org

Winterschule Februar 2016

WinterschuleSeit 2015 werden durch das Bakuer Internationalen Zentrum für Multikulturalismus ca. 2wöchige Winter- und Sommerschulen für Studierende durchgeführt, die sich im Rahmen eines Lehrangebotes an ausländischen Hochschulen und Universitäten mit dem aserbaidschanischen Modell des Multikulturalismus beschäftigt haben. Im Februar 2016 konnte die Vorsitzende des Dresdner Vereins einer Einladung zur Winterschule folgen. Diese stand unter dem Motto „Multikulturalismus als die Lebensart Aserbaidschans – Lerne, Erforsche, Teile“. In zahlreichen Vorträgen, Diskussionsrunden und während vieler Exkursionen zu geschichtsträchtigen Orten Aserbaidschans überzeugten sich die über 50 Studierende aus 16 Ländern vom friedlichen Miteinander verschiedener Religionen und Ethnien sowie der Arbeit verschiedener staatlicher Institutionen, die mit den religiösen Gemeinschaften zusammenarbeiten. Besonders eindrucksvoll wurden Fakten und Hintergründe zur Geschichte der Kaukasusrepublik u.a. in Quba und der nahegelegenen jüdischen Ortschaft Krasnaya Sloboda vermittelt. Zu einem Höhepunkt gestaltete sich  das Treffen mit Sheih ul-Islam und Großmufti des Kaukasus Allahshükür Pashazade und den führenden Vertretern der anderen Religionen in Aserbaidschan. Für Studierende und Dozenten gab es immer wieder viele Gelegenheiten zum Austausch über das Gesehene, Gehörte und auch über das unterschiedliche Multikulturalismusverständnis in ihren Ländern.

Kolloquium zum Thema „Toleranz im Epos Dede Korkut als eine der literarischen Quellen des Multikulturalismus“

DeDe KorkutAm 17. Dezember 2015 fand auf Einladung des Bakuer Internationalen Zentrums für Multikulturalismus in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) ein Kolloquium zum Thema „Toleranz im Epos Dede Korkut als eine der literarischen Quellen des Multikulturalismus“ statt. Diese Handschrift, die zum wichtigsten kulturellen Erbe der turksprachigen Völker gehört befindet sich seit Mitte des 18. Jahrhunderts in Dresden und wurde vor 200 Jahren vom Orientalisten Heinrich Friedrich von Dietz wiederentdeckt, abgeschrieben und übersetzt. Hochrangige internationale Wissenschaftler, darunter u.a. Prof. Abdullayev (Berater des Präsidenten der Republik Aserbaidschan für ethnische, kulturelle und religiöse Fragen), Prof. Dr. Thomas Bürger (Generaldirektor der SLUB), Prof. Dr. Hendrik Boeschoten (Joh. Gutenberg Universität Mainz, Übersetzer und Herausgeber des Buches Dede Korkut - Reclam Bibliothek), Prof. Dr. Eva-Maria Auch (Inhaberin des Lehrstuhles für Geschichte Aserbaidschans an der Humboldt-Universität Berlin) und Prof. Dr. Klaus Wolf (Lehrstuhl für Deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters, Universität Augsburg) setzten mit diesem Kolloquium die vergleichende Epenforschung sowie die inhaltliche Auseinandersetzung mit Grundlagen und Entwicklungstendenzen moderner Multikulturalismusmodelle fort. Die Sächsische Zeitung fand in der Ausgabe vom 17.12.2015 würdigende Worte: „Dresden hütet einen einmaligen Schatz aus dem türkischen Mittelalter, der überraschende Einsichten vermittelt.“

Mehr unter: www.slub-dresden.de/sammlungen/handschriften/kitab-i-dedem-korkut

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